Die Gragnanopasta IGP (g.g.A.)

Seit 2010 trägt die Gragnanopasta die Marke "geschützte geografische Angabe"

 

Am 30. Juli 2010 fand die öffentliche Anhörung für die Anerkennung des Zeichens IGP (Indicazione Geografica Protetta, "geschützte geografische Angabe" g.g.A.) für die Gragnanopasta statt. Mit der geschützten geografischen Angabe ist die Gragnanopasta vor Fälschung und Missbrauch geschützt. Das IGP ist ein Qualitätssiegel, das die Herkunft und den Ursprung des Produktes garantiert. Im Falle der Gragnanopasta bezeugt es auch eine jahrhundertealte Tradition. In Gragnano ist seit dem 16. Jahrhundert die Existenz von Manufakturen für die Herstellung von trockener Pasta belegt. Die Kunst der Pastaherstellung wurde seit Generationen weitergegeben, bis zum heutigen Tag.

Welche Voraussetzungen muss eine Pasta erfüllen, um die Bezeichnung "Gragnanopasta IGP" zu erhalten?

Vor allem muss die Gragnanopasta IGP ausschließlich aus Hartweizenmehl und Wasser aus dem lokalen Grundwasserspiegel hergestellt sein. Der Grund hierfür findet sich in der kalkarmen Zusammensetzung des Wassers, das typisch für diese Region ist und das seit jeher zur Qualität der Pasta beigetragen hat. Die Produktion muss innerhalb der Gemeinde Gragnano stattfinden.

logo pasta di Gragnano Indicazione Geografica ProtettaLogo Pasta di Gragnano Indicazione Geografica Protetta

Der Produktionsprozess sieht nach dem Anmischen des Teiges die Extrusion mit Bronzedüsen vor. Die Bronzedüsen verleihen der Pasta — auch glatten Sorten wie Spaghetti — eine raue Oberfläche, die die Sauce besser haften lässt.

Der nächste Schritt ist der Trocknungsprozess, der abhängig ist von Form und Größe der Pasta. In jedem Fall trocknet die Pasta bei einer Temperatur zwischen 40 und 80° C zwischen sechs und 60 Stunden. Dies geschieht in statischen Zellen oder in Tunneln, in denen warme Luft zirkuliert.

Nach dem Trocknen lässt man die Pasta abkühlen und verpackt sie innerhalb der nächsten 24 Stunden. Um das Produkt perfekt zu konservieren, darf es noch nicht transportiert werden.
Die Gragnanopasta IGP muss schließlich in Pappschachteln, transparenten Beuteln oder in Packungen aus pflanzlichen oder sonstigen recyclebaren Materialien gemäß EU-Regeln verpackt werden.